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Wachstumsprognose 2004 Osteuropa: rund 4,5 Prozent
Februar 2, 2004 | Comments Off
Am 1. Mai 2004 treten 10 neue Staaten in die Europäische Union ein. Die meisten Ländern sind osteuropäische Staaten, wie zum Beispiel Polen, Ungarn oder Tschechien. Nach der EU-Osterweiterung ist ein Wirtschaftsraum von rund 450 Millionen Menschen geschaffen worden (heute 320 Millionen EU-Bürger). Der freie Handel zwischen West- und Osteuropa wird die Wirtschaftsleistungen der EU-Länder langfristig steigen und angleichen lassen. Freier Handel schafft Wohlstand. Da die osteuropäischen Beitrittsstaaten noch ein riesiges Aufholpotential gegenüber den etablierten Ökonomien im Westen haben, sollte der osteuropäische Wirtschaftsraum in 2004 mit rund 4,5 Prozent wachsen. Westeuropa profitiert durch Exporte in diese Region. Außerdem können westeuropäische Unternehmen das niedrige Lohnniveau in den Beitrittsländern nutzen. So wie die USA Asien als verlängerte Werkbank nutzt, produzieren arbeitsintensive Unternehmen aus Deutschland oder Frankreich in Osteuropa. Durch die wesentlich niedrigeren Arbeitskosten sind die Produkte auf den internationalen Warenmärkten konkurrenzfähig. Gleichzeitig schafft die Produktion in den Staaten Wohlstand, was die gesamtwirtschaftliche Konsumnachfrage hebt. Mittel- bis langfristig ist die europäische Osterweiterung ein immenses Konjunkturprogramm für Westeuropa. Die erweiterte EU ist eine gute Perspektive für den Wirtschaftsraum Europa.
Die positiven konjunkturellen Aussichten (steigende Unternehmensgewinne), weltweit hohe Liquidität und Firmenübernahmen sollten die Aktienmärkte weltweit stützen. Zudem rechnen wir mit keinem Zinsanstieg in Europa. Die US-amerikanischen Zinsen sollten erst mit Stellenzuwächsen und einer stärkeren Industrieproduktion steigen.
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