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Auflösung der Carry Trades belastet die Märkte
März 13, 2007 | Leave a Comment
Auch die Industrienation Japan leidet unter den derzeitigen Vorzeichnen am Markt. Im Gegensatz zu den europäischen und amerikanischen Unternehmenszahlen boten die Berichte der japanischen Unternehmen wenig Anlass zur Freude. Insbesondere die japanischen Banken haben weiterhin eine sehr schwache Ertragssituation. Trotz der nun doch erfolgten Zinserhöhung durch die Bank of Japan schaffen es die Unternehmen nicht, ihre Zinsmargen profitabel zu gestalten. Die Auflösung der Carry Trades sollte für einen zusätzlichen Rückgang bei den Zinseinnahmen sorgen. Bei Carry Trades verschulden sich Investoren in Niedrigzinswährungen, wie dem japanischen Yen, und legen höher rentierlich am internationalen Kapitalmarkt an. Der Zinsanstieg in Japan verteuert für diese Investoren die Kredite und führt zu einem Rückgang der erzielbaren Marge. Da derzeit die gewählten internationalen Anlagen, in die investiert wurde, an Wert verlieren, werden massiv Carry Trades aufgelöst .
Die weltweiten Finanzmärkte befinden sich in der Konsolidierung und suchen nach einem neuen Boden. Aus Angst sich zu verspekulieren werden immer mehr kreditfinanzierte Anlagen aufgelöst und verstärken damit das Ungleichgewicht im Angebots- und Nachfrageverhältnis. Sobald die Carry Trades in ausreichenden Masse abgebaut wurden, dürfte sich dieses Ungleichverhältnis jedoch wieder normalisieren. Mangels Alternativen sollten dann in ausgewählten Regionen verstärkt wieder Positionen aufgebaut werden.
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