Russland kürzte seine Wachstumsaussichten für das Jahr 2005 von 6,5% auf 5,8%. Indien senkte von über 8% auf eine Bandbreite von 7-8% und auch in China gehen einige Analysten mittlerweile von sich abschwächenden Wachstumsaussichten aus. Ende des Monats koppelte die chinesische Regierung den Yuan vom US Dollar ab und wertete gleichzeitig die Währung um 2% auf. Zwar sind die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen gering, doch erhofft sich die USA von diesem geforderten Schritt ein Signal an andere Länder in der Region ebenfalls ihre Währungen aufzuwerten. Dies würde dem Außenhandelsdefizit der USA gut tun. Die USA erzielten 2004 ein Handelsdefizit mit China von rund 161 Mrd. US-Dollar, rund ein Viertel des gesamten Fehlbetrages. Die Aufwertung des Yuan kann zwar zu einer weiteren Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums führen, wurde aber dennoch durchgeführt, um einen drohenden Handelskrieg mit den USA zu vermeiden.

Überwiegend gute Quartalszahlen stützen auch im August die Aktien. Zwar wird auch weiterhin der Ölpreis die Kurse stark beeinflussen und eventuell zukünftige Terroranschläge zu Kursrückschlägen führen, das ändert jedoch nichts daran, das Aktien auch nach den letzten Zuwächsen immer noch als preiswert zu sehen sind. Auch ein weiterer Zinsschritt der US Notenbank der im August erwartet wird, kann hieran zunächst nichts ändern.


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