Japan verfügt über die höchsten Währungsreserven weltweit. Das Tokioter Finanzministerium meldete, dass die Devisenreserven im Dezember auf fast 850 Mrd. US-Dollar gestiegen sind. Auf der Weltrangliste steht auf Platz zwei die Volksrepublik China mit 600 Mrd. US-Dollar. Die Währungsreserven stammen bei beiden Ländern aus Devisenmarktinterventionen. Zuletzt intervenierte die Bank of Japan im März 2004 an den Währungsmärkten. China verkauft ständig Yuan gegen US-Dollar oder Euro.
Da die starken Exporte Japans den Yen aufwerten lassen, verkauft die japanische Notenbank Yen gegen US-Dollar und versucht die Aufwertung zu verlangsamen. Ein beständiger oder schwacher Yen stützt die Exportwirtschaft, weil japanische Produkte auf den internationalen Gütermärkten konkurrenzfähig bleiben. Bei den Devisenmarktinterventionen – Yen gegen Dollar oder Euro – haben die japanischen Autoritäten diese beachtlichen Währungsreserven in den letzten fünf Jahren nachhaltig angesammelt. Die Devisen werden wiederum in risikolose Staatsanleihen im Ausland investiert, was Zinsen erwirtschaftet. Vor allem Japan gilt als starker Käufer US-amerikanischer Staatsschulden (Treasuries). Tatsächlich sind die Devisenreserven asiatischer Notenbanken und Finanzministerien ein gewichtiger Grund für die niedrigen Kapitalmarktzinsen in den USA. Steigende Rentenkurse (Käufe von Staatsanleihen) bedeuten fallende Kapitalmarktzinsen.


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