Der allgemeinen sommerlichen Aktien-Flaute der letzten drei Monate konnte sich auch die Börse in Tokio nicht entziehen. Nahe bei 11.900 Punkten in den Juli gestartet, bewegte sich der Nikkei 225-Index im weiteren Verlauf schrittweise bis Ende August auf die 11.000-Punkte-Marke zu. Nach Meinung der DWS spiegelt die schwache Indexentwicklung die guten Fundamentaldaten nicht wider. Ein starker Außenhandel, bessere Inlandsnachfrage, steigende Unternehmensgewinne und ein sich aus der Krise arbeitender Bankensektor sollten auch in Zukunft positiv auf den japanischen Aktienmarkt wirken. Die DWS traut – wenn sich das allgemeine Aktienklima aufheitert – der japanischen Börse wieder eine Vorreiterrolle zu. So seien japanische Aktien bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 18 für 2005 historisch gesehen günstig bewertet.

Wir bleiben für Deutschland und Europa vorsichtig zuversichtlich. In der Vergangenheit war es in Deutschland wie folgt: Nach einer starken Phase des Exports beleben sich Investitionen und Konsum. Gleichzeitig sollte eine Belebung am behäbigen deutschen Arbeitsmarkt zu verzeichnen sein. In den USA trübt sich das Konjunkturbild ein wenig ein, wobei noch nicht fest steht, ob der Zenit der wirtschaftlichen Erholung im zweiten Quartal 2004 erreicht worden ist. Die Schaffung neuer Jobs in den USA ist Voraussetzung für Wirtschaftswachstum, steigende Unternehmensgewinne und damit positive Aktienmärkte. Die Zinsmärkte (Anleihemärkte) sind in den USA weniger optimistisch als die Aktienmärkte. Die Devisenmärkte trauen der US-Wirtschaft gutes Wirtschaftswachstum zu.


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