Japans Unternehmer positiv gestimmt

November 1, 2003 | Comments Off

In Japan verbessert sich die Stimmungslage im Unternehmensbereich. Der Aussage liegt eine Umfrage bei mehr als 107 Unternehmenschefs zu Grunde. Fast 80 Prozent der Befragten erwarten eine allmähliche konjunkturelle Erholung, während ein Drittel bereits eine Erhöhung der Produktionspläne beabsichtigt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt scheint somit Tritt zu fassen.

Der Ausblick für die Aktienmärkte und die Stimmung der Marktteilnehmer ist gut – vielleicht zu gut. Gute Unternehmensergebnisse, positive Konjunktursignale und erste Megadeals (Zusammenschluss Bank of Amerika und Fleet-Boston Financial) sind Musik in den Ohren von Börsianern. Ein weltweit in der Geschichte einmalig niedriges Zinsniveau ist der Nährboden für den boomenden Aktienmarkt. Gleichzeitig ist der Euro gegenüber dem Dollar fest und die Bilder aus dem Irak sind nicht ermutigend. Investoren werden besonders auf die Nachhaltigkeit des US-amerikanischen Aufschwungs achten. Die Frage ist nicht mehr, ob der Aufschwung kommt, sondern wie lange er dauern wird. Und vor allem können die europäischen und asiatischen Ökonomien durch eine boomende US-Wirtschaft eine Initialzündung erhalten. Die Entwicklung der Beschäftigung gilt in den USA als wichtigster Indikator für die Stärke des Aufschwungs.

Wie oben beschrieben sollte man sich über das Bewertungsniveau Gedanken machen. Das Verhältnis von Aktienkurs zu erwarteten Unternehmensgewinnen ist nicht mehr auffallend niedrig. Aktien sind nach diesem Maßstab nicht mehr billig. Im Vergleich zu festverzinslichen Papieren (Renten oder Anleihen) nähert sich eine faire Bewertung an. Investoren haben in den letzten Wochen den positiven Nachrichten den Vorzug gegeben. Es gibt aber auch genügend Nachrichten, die zu einer kurzfristigen Konsolidierung führen könnten. Für Sie als langfristigen Investor spielt dies aber keine Rolle!


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