SARS-Entwarnung in Asien

Juli 3, 2003 | Comments Off

Die Weltgesundheitsorganisation hat Ende Juni SARS-bedingte Reisewarnungen nach China und andere südostasiatische Länder aufgehoben. Die Lungenkrankheit konnte die wirtschaftliche Entwicklung in Asien nur kurz behindern. Internationale Investmentbanken erwarten für 2003 in China ein Wirtschaftswachstum zwischen sieben und acht Prozent. Langfristig sollte China 7 Prozent wachsen können. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Wirtschaftszone ASEAN Thailand entwickelt Wachstumskräfte, die wegen einer starken Inlands- und Auslandsnachfrage nach thailändischen Produkten bei 6 bis 7 Prozent liegt. China und Südostasien sind weltweit die einzigen Wachstumsregionen.

Fazit

Entscheidende Hoffnungsimpulse erhalten die weltweiten Aktienmärkte aus den USA. Ein wirtschaftlicher Aufschwung in den USA in der zweiten Hälfte 2003 wird immer wahrscheinlicher. Ob der Aufschwung nachhaltig sein wird und inwieweit Europa davon profitieren kann, ist heute nicht absehbar. Tatsache ist, dass Investoren auf reichlich Bargeld sitzen. Mangels lukrativer Anlagen (niedrige Zinsen) könnte das Geld in den nächsten Monaten zurück in die Aktienmärkte fließen und diese bei Rückschlägen unterstützen.
Die Aktienmärkte sollten im Juli seitwärts tendieren. An den US-amerikanischen Rentenmärkten droht Rückschlagpotential “am langen Ende”. Das heißt, dass Rentenfonds, die in Anleihen investieren, die eine durchschnittliche Laufzeit länger als 5 Jahre haben, in den nächsten Monaten vorübergehend fallen könnten. Europäische Renten sollten wegen der schwachen Wachstumsaussichten nicht viel an Wert verlieren.


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