Als Auslöser für die andauernde Korrektur kann man auch den schwächer ausgefallenen ZEW-Index und den schwächer ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex sehen. Dass sich sowohl die Aussichten der Wirtschaftswissenschaftler als auch der Unternehmen selbst etwas eintrübten, liegt wohl vor allem an dem hohen Ölpreis und dem anhaltend schwachen US-Dollar. Obwohl der Rückgang beider Wirtschaftsindikatoren erwartet wurde, sorgten die Umfrageergebnisse in dem nervösen Umfeld für weiteren Verkaufsdruck bei Aktien.
Auch die EZB verweigerte mit Blick auf die gestiegenen Inflationsgefahren ein klares Zinssignal. Volkswirte bewerteten die Aussagen des Notenbankchefs Trichet nach der letzten EZB-Sitzung als sehr zurückhaltend. Insgesamt war das Statement kaum verändert und die erwartete Ankündigung eines Zinsschrittes im September blieb aus. Damit wächst die Unsicherheit unter den Marktbeobachtern. Einerseits geht die Mehrheit weiterhin von einem Zinsschritt von 25 Basispunkten im September aus, andererseits hat die EZB in der Vergangenheit einen solchen immer einen Monat im Voraus angekündigt. Da im August keine Sitzung stattfindet, könnte dies eine Änderung der Informationspolitik der EZB bedeuten und damit zusätzliche Unsicherheit für den Markt.


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