Das Aufhellen der US Konjunkturdaten wurde weltweit mit Erleichterung aufgenommen, fürchtete man doch eine Abschwächung des Weltwachstums. Doch ohne diesen Einfluss treten die regionalen Einflüsse wieder mehr in den Vordergrund. In Japan zum Beispiel würde man sich über die Inflationsängste der USA und Europa schon fast freuen, befindet sich die japanische Wirtschaft nunmehr seit sieben Jahren in der Deflation. Nun zeichnet sich erstmals in diesem Zeitraum ein leichter Hoffnungsschimmer am Horizont ab. Erstmals seit 1998 sind die Konsumentenpreise nicht gefallen. Nach den Konjunkturdaten der letzten Monate ein weiteres Indiz für eine Erholung der japanischen Wirtschaft? Zumindest sehen selbst japanische Politiker die Erholung noch mit Skepsis, warnen sie doch die japanische Notenbank sofort vor einer zu schnellen Abkehr von der Niedrigzinspolitik, um das sich erholende Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden. Doch wie entwickelt sich die Binnenkonjunktur in Japan weiter? Immerhin ist der Konsument seit Jahren daran gewöhnt, dass die Preise fallen. Es ist kaum zu erwarten, dass der Japaner nun in einen Kaufrausch verfällt. Solange nicht ersichtlich ist, ob es sich nur um einen kurzfristigen Preisanstieg handelt, kann man doch wie gewohnt auf wieder fallende Preise warten. Die Entwicklung der japanischen Konjunktur hängt also auch weiterhin stark von dem Erfolg der angefangenen Reformen ab. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der innerasiatische Handel in den letzten Monaten abschwächte.


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