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Indien plant Kürzung der Ölpreissubventionen 2008
Januar 8, 2008 | Leave a Comment
Nicht nur die Industrieländer leiden unter dem gestiegenen Ölpreis. Der indische Haushalt wird durch den hohen Ölpreis zum Beispiel enorm belastet, was dazu führt, dass die indische Regierung die Treibstoffpreise zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder erhöhen will. Wie viele asiatische Länder hält Indien mit Subventionen den Treibstoffpreis künstlich niedrig. Bisher ist es heimischen Ölfirmen bei entsprechenden Ausgleichszahlungen verboten, die Preise für Benzin und Kerosin zu erhöhen. Der Preis für einen Liter Kerosin liegt mit 9 Rupien entspechend weit unter dem Marktpreis von 25 Rupien. Bei einem Ölpreis von 90 US$ pro Barrel kosten die Subventionszahlungen ca. 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig steigt die bereits hohe Staatsverschuldung, die aufgrund der maroden Infrastruktur bereits jetzt starken Belastungen ausgesetzt ist. Um eine Kürzung der Subventionen scheint der indische Staat also nicht herum zu kommen. Dies ist allerdings sehr gefährlich. In der Vergangenheit führten Kürzungen der Energiesubventionen zu massiven Unruhen in anderen asiatischen Ländern wie Indonesien und erst kürzlich im Iran. Rund 550 Millionen Inder, die als arm gelten, könnten sich eine deutliche Erhöhung der Energiepreise nicht leisten. Sie machen fast die Hälfte der Bevölkerung aus und benötigen den Treibstoff unter anderem auch zum Kochen. Gleichzeitig ist dieser Teil der Bevölkerung auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, die ebenfalls ihre Preise deutlich erhöhen müssen. Die Gefahr innerer Unruhen und damit eine Destabilisierung des Landes und negativer Auswirkungen auf die Region ist durch diese geplante Maßnahme enorm gestiegen und sollte internationale Anleger ihre Engagements kritisch hinterfragen lassen.
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