Wie schon im September setzten sich im Oktober die schlechten Nachrichten für die japanische Konjunktur fort. Erneut sanken, in dem mit der Deflation kämpfenden Land, die Verbraucherpreise und die Industrieproduktion fiel mit 1,4% sogar stärker als von den Analysten erwartet. Dies ist umso bedenklicher, da gleichzeitig das Verhältnis der Lagerbestände zu den Verkäufen auf 5,8% stieg. Selbst auf den ersten Blick gut erscheinende Meldungen halten einem zweiten Blick kaum Stand. So überraschte die Meldung, dass die Einzelhandelsumsätze im September um 0,5% gestiegen sind. Eine Ursache hierfür ist die im September anhaltende Sommerhitze. Diese erhöhte die Nachfrage nach kalten Getränken. Als zweite Ursache werden die zwei langen Wochenenden gesehen. Diese wurden von den Japanern für Familienbesuche genutzt, was zu einem erhöhten Benzinabsatz führte. Stellt sich die Frage, was passiert mit den Einzelhandelsumsätzen im kommenden Winter, in dem kaum lange Wochenenden vorkommen? Hört sich erst mal lustig an, ist es allerdings nicht. Insbesondere bei der nun wieder steigenden Arbeitslosigkeit scheint sich der Weg der japanischen Wirtschaft, aus der nunmehr über zwei Jahrzehnte anhaltenden Krise, erneut verlängert zu haben.


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